Ich möchte nie wieder verletzt werden - Soziale Freiheit

Ich möchte nie wieder verletzt werden

Von am 4. Juli 2017
Nie wieder verletzt werden © Chepko Danil | Fotolia.com

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Vor Kurzem wurde ich in einer Diskussion wieder daran erinnert, wie viele Menschen nie wieder verletzt werden möchten. Ihnen wurden seelische Verletzungen zugefügt, die häufig unterschätzt werden, weil sie keine äußerlich sichtbaren Wunden hinterlassen. Oft sind diese jedoch sogar wesentlich schmerzhafter. Ein bekanntes Zitat, welches auf solche Verwundungen hinweist, lautet:

Wer den Teufel in mir weckt, sollte das Feuer beherrschen.
Denn Menschen, die oft verletzt wurden, wissen, wie man überlebt!
(Unbekannt)

Solche Menschen wurden in ihrem Leben bereits so oft verletzt, dass sie begonnen haben, einen Schutzpanzer zu tragen, um in Zukunft nicht mehr verletzt zu werden. So vermeiden sie den Schmerz, den sie nie wieder erleben wollen. In seinem Buch „Christusmord“ verwendet der Autor Wilhelm Reich den Begriff „Schutzpanzer“. Dort geht er auch sehr ausführlich auf solche Verletzungen ein. Doch, um den Auslöser genauer zu verstehen, ist es gar nicht notwendig, so sehr ins Detail zu gehen:

 

Der Auslöser

Bei dem Auslöser für diese Schutzreaktion muss es sich nicht um „ganz spezielle“ Erlebnisse handeln, denn jeder der sich in einer solchen Situation befindet, hat seine eigenen traumatischen Erfahrungen, die ihn dorthin gebracht haben. Wären sie nicht traumatisch, dann hätte er sich doch schon längst daraus befreit. Oder?

 

Sie sind nicht allein: Viele von uns wurden verletzt

Viele von uns (ich eingeschlossen) wurden schon von anderen Menschen verletzt. Nicht unbedingt körperlich, aber seelisch. Und diese Verletzungen sind wesentlich gefährlicher, denn niemand sieht die Wunde, und niemand sieht die Narben, welche diese Verletzungen hinterlassen haben. Beispielsweise:

  • Wenn ein Kind ständig von anderen ausgelacht wird.
  • Wenn ein Mensch regelmäßig von seinem Partner betrogen oder körperlich misshandelt wird.
  • Wenn man regelmäßig von anderen hört, was man angeblich nicht kann. Denn dann beginnt man nämlich daran zu zweifeln, ob man überhaupt irgendetwas richtigmachen kann, und was man auf dieser Welt verloren hat.

Es gibt unzählige solcher Beispiele. Ich bin fast geneigt zu sagen, dass es wesentlich mehr unterschiedliche Beispiele, als Menschen auf dieser Welt gibt. Warum? Viele, die selbst einmal verletzt wurden, verletzen in Folge immer wieder andere. Daher gibt es so gesehen keine Schuldigen, sondern nur Opfer. Aber Opfer zu sein, bedeutet nicht, selbst nichts verändern zu können. Ganz im Gegenteil!

 

Die gute Nachricht

Sie können Ihren Blick erweitern und erkennen, dass auch die anderen ein Opfer waren. Sie können Ihre Wunden komplett verheilen lassen. Sobald sich die Wunden schließen und die Narben beginnen zu heilen, dann werden Sie damit beginnen, die bisherige Unsicherheit und Angst gegen ein wohliges Gefühl der Sicherheit und Freiheit zu tauschen. Und je weiter dieser Heilungsprozess voranschreitet, umso stärker werden diese Gefühle. Und diese werden schließlich anfangen, sich weiter zu verwandeln: und zwar in Liebe und Vertrauen!

Egal, welche Stufe Sie in diesem Prozess jeweils erreicht haben: Das, was Sie haben, kann ihnen niemand mehr wegnehmen. Niemand!

 

 

Es gibt so viel Liebe auf dieser Welt

  • Eltern, die ihre Kinder lieben
  • Männer und Frauen, die ihre Partner lieben
  • Reiche Menschen, die einen großen Teil ihres Vermögens spenden, um ärmeren zu helfen

Niemand von ihnen hängt es an die große Glocke, um zu zeigen, wie gut er/sie doch ist. Für diese Menschen ist es einfach selbstverständlich. Allerdings sind sie nicht uneigennützig. Sie sind dabei durchaus egoistisch. Sie denken dabei an sich. Aus einem ganz einfachen Grund: Es gibt ihnen ein gutes Gefühl!

Wenn Sie sich nur auf Ihre negativen Erfahrungen konzentrieren, dann bleiben Sie darin hängen. Sie verschließen sich selbst vor dieser Schönheit und dem wunderbaren Gefühl. Sie schließen sich selbst davon aus und verhindern so, dass Sie genau das bekommen, was Sie sich am Sehnlichsten wünschen, und was Sie am meisten brauchen!

 

 

Machen Sie den nächsten Schritt

Sie sind so viel mehr wert, als Sie glauben. Sie haben so viel mehr Glück verdient, als Sie ahnen. Es ist nicht Ihre Schuld. Daher sollten Sie vertrauen fassen: Vertrauen in sich selbst und in die Welt. Dann benötigen Sie Ihren Schutzpanzer nicht mehr.

Mir ist durchaus klar, dass dies leichter gesagt als getan ist. Aber die Vorstellung, aufgrund des Verhaltens anderer, mein Leben und mein Glück zu beschränken: sorry, unvorstellbar! Und das ist auch das einzige Mal, wobei ich das Wort „unvorstellbar“ heute noch selbst benutze. Denn alle anderen Verwendungen dieses Wortes führen nur dazu, dass wir uns selbst beschränken.

Wie verrückt ist das bitte? Wir beschränken uns selbst. Wir verzichten auf Freiheit, Liebe und Harmonie. Wir verbieten uns diese selbst. Damit braucht niemand mehr zu versuchen, uns diese wegzunehmen, denn wir wollen sie gar nicht. Wir leiden lieber still und heimlich und glauben dabei, die Helden zu sein. Sorry, aber Helden sehen anders aus!

Worum geht es also? Es geht darum, den Arsch hochzukriegen und sich vom Opfer in einen Schöpfer zu verwandeln. Jemanden, der die Gegebenheiten seines Lebens nicht mehr so akzeptiert, wie sie bis heute waren – und sein Leben so gestaltet, wie er oder sie es selbst möchte. Völlig frei von den Vorstellungen anderer und den Beschränkungen, die Sie sich bisher selbst auferlegt haben. Sie haben nur ein Leben. Und die Entscheidung, etwas daran zu ändern, führt dazu, dass es diesen Namen auch verdient: Leben!

 

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Bildquellen:
© Chepko Danil | Fotolia.com
© Pixabay

Über Rudolf Lechleitner

Rudolf Lechleitner hat sich den Themen „Selbstvertrauen“ und „Erfolg“ verschrieben. Jahrzehntelang selbst von starker Schüchternheit und sozialen Ängsten geplagt, hilft er heute anderen Menschen diese Herausforderung zu meistern. Zusätzlich hilft er ihnen, die dabei neu erworbenen Fähigkeiten zu nutzen um das eigene Leben weiter zu verbessern. Er ist ein Beispiel dafür, dass der Begriff „Persönlichkeitsentwicklung“ nicht nur ein leeres Wort ist. Früher schüchtern und zurückgezogen ist er heute regelmäßig auf Veranstaltungen, in Medien und TV präsent.

Ein Kommentar

  1. Pingback: Lass mich bitte ausreden - Soziale Freiheit

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