Komfortzone und Glaubenssätze - Soziale Freiheit

Komfortzone und Glaubenssätze

Von am 14. März 2017
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Wissen Sie, was Sie davon abhält, das Leben zu führen, das Sie sich wünschen? Haben Sie schon einmal von der Komfortzone und Glaubenssätzen gehört?

Viele Menschen sind schon mindestens einmal an einem Punkt in ihrem Leben angelangt, an dem sie genug von ihren wiederkehrenden Problemen haben. Sie beschlossen deshalb, ihr Leben für immer zu verändern. Dabei sind sie jedoch auf zwei Hindernisse gestoßen: ihre Komfortzone und negativen Glaubenssätze.

Diese halten uns davon ab, tatsächlich etwas in unserem Leben zu verändern. Doch wer es mit seinem Entschluss, „Nie wieder“, ernst meint, der lässt sich von kleinen Hindernissen nicht aufhalten.

Selbst dann nicht, wenn diese manchmal etwas größer erscheinen. Doch welche 2 Hindernisse sind dies genau?

Die Komfortzone

Die Komfortzone ist der Bereich unseres Lebens, in dem wir uns uneingeschränkt wohl und sicher fühlen. Beispielsweise in einer Gruppe mit Freunden, in einem Job, der uns Freude macht, oder einfach nur im Kreis der Familie daheim.
Komfortzone

 

Überschreitung der Komfortzone

Manchmal werden wir dazu gedrängt, unsere Komfortzone zu verlassen. Beispielsweise:

  • Wenn wir während einer Feier oder Party neue Menschen (Freunde, die wir noch nicht kennen) kennenlernen.
  • Indem wir im Job befördert werden, dabei jedoch nicht nur mehr Geld verdienen, sondern auch mehr Verantwortung tragen und auch bisher ungewohnte Tätigkeiten ausführen müssen.
  • Was hat bei Ihnen zuletzt ein Unwohlsein ausgelöst?

Wenn wir unsere eigene Komfortzone überschreiten sollen, dann fühlen wir uns etwas unwohl. Wenn wir jedoch den Mut aufbringen, unsere eigene Grenze tatsächlich zu überschreiten, dann folgt daraufhin eine unglaubliche Erleichterung. Wir haben etwas Neues gewagt und waren dabei erfolgreich.

Tu jeden Tag etwas, das dir Angst macht.
(Eleanor Roosevelt)

 

Glaubenssätze

Wer beim Versuch, seine Komfortzone zu überschreiten, massiven Widerstand verspürt, der ist an seine Glaubenssätze gestoßen.
Glaubenssätze

Glaubenssätze sind Dinge, die wir für wahr halten. Wir glauben zutiefst daran und sind fest davon überzeugt. Diese machen es uns beinahe unmöglich, die Komfortzone zu erweitern. Negative Glaubenssätze können beispielsweise so klingen:

  • Sprich nicht mit Fremden.
  • Du wirst es nie zu etwas bringen.
  • Einmal Verlierer, immer Verlierer.
  • Die anderen werden dich auslachen.

Aber wie der Name schon sagt, glauben wir es nur. Deshalb muss es noch lange nicht wahr sein.

Glaubenssätze sind also Überzeugungen. Prinzipiell sind diese nicht schlecht, weil sie uns Sicherheit geben. Problematisch wird es erst, wenn diese Überzeugungen falsch sind. Und davon gibt es viele. Sehr viele!

 

Falsche Überzeugungen

Falsche Glaubenssätze halten uns in Situationen fest und erschweren es uns, diese zu verändern. Oft erkennen wir während der Überschreitung der Komfortzone auch einen fehlerhaften Glaubenssatz und können diesen so ändern. Beispielsweise, indem wir in einem Gespräch mit Fremden nicht abgelehnt werden.

Spiegelbild

Bleiben wir bei diesem Beispiel: Die Angst vor Ablehnung lässt sich durch Praxis beseitigen. Indem wir mit (Ihnen bisher) fremden Menschen ins Gespräch kommen und von diesen eben nicht abgelehnt werden. Sollte das doch einmal passieren: Was soll’s, es sind nur wenige, und der Grund hat absolut nichts mit Ihnen zu tun (vielleicht ist die Person gerade mit eigenen Problemen beschäftigt, ist mit den Gedanken bei einem kranken Familienmitglied oder etwas anderes). Also lohnt es sich nicht, sich darüber Gedanken zu machen.

 

Glaubenssätze in der Praxis

Suchen Sie sich ein Beispiel aus Ihrem Leben. Welchen Grund finden Sie, etwas Bestimmtes nicht zu tun, zu erreichen oder zu werden?

Wenn Sie z. B. glauben, dass es falsch ist, mit Fremden zu sprechen, dann werden auch positive Erfahrungen nur sehr wenig an dieser Überzeugung ändern.

Wenn Sie Dinge, entgegen Ihrer Überzeugung, regelmäßig wiederholen, dann werden Sie aber trotzdem mit der Zeit immer besser darin. Es ist wie ein Muskeltraining: Der Muskel wird immer stärker. Sobald Sie jedoch damit aufhören, lässt die Fähigkeit wieder nach, bis sie gänzlich verschwunden ist. Dann fühlen Sie sich in solchen Situationen genauso wie zuvor. Die alten Glaubenssätze haben wieder die vollständige Macht über Sie erhalten. Dagegen hilft nur die …

 

Veränderung von Glaubenssätzen

VeränderungDas Einzige, was in dieser Situation hilft, ist das Erkennen und schrittweise Verändern des jeweiligen Glaubenssatzes. Das Erkennen ist relativ einfach. Dazu müssen Sie nur herausfinden, was Sie zurückhält. Formulieren Sie das Gefühl so präzise wie möglich. „Ich habe Angst“, reicht nicht aus, denn das trifft auf alle Ängste zu – und es gib tausende davon.

Wenn wir beim vorigen Beispiel (auch „Ansprechangst“ genannt) bleiben, dann gibt es die Angst vor dem Ansprechen nicht. Menschen haben keine Angst davor, andere anzusprechen, sondern vor den möglichen Folgen:

  • Angst davor, abgelehnt zu werden
  • Angst davor, ausgelacht zu werden
  • Angst davor, sich zu blamieren, gedemütigt oder beleidigt zu werden
  • Angst vor Strafe, weil es falsch ist („Das macht man nicht“)
  • Angst davor, was die Freunde denken

Wie erfolgt nun schrittweise die Veränderung hartnäckiger Glaubenssätze? Durch Affirmationen!

Affirmationen sind Sätze, die Sie langsam von Ihrer alten Überzeugung in die neue, gewünschte, Richtung führen. Lassen Sie mich dieses Mal ein anderes Beispiel nehmen: Geld!

Beliebte Formulierungen, wie „Ich bin reich“ oder „Ich will reich sein“ funktionieren also nicht, weil die Kernangst dabei ignoriert wird. Formulierungen, wie „Ich möchte gerne glauben, dass ich mehr Geld verdienen kann“ sollten jedoch keinen Widerstand erzeugen. Und so nähern Sie sich langsam Ihrem gewünschten Ziel.

Entscheidend ist es dabei, den neuen (wachsenden) Glaubenssatz zu überprüfen, indem Sie Ihre Komfortzone an dieser Stelle überschreiten. Sie fühlen sich nicht ganz wohl dabei? Tun Sie es trotzdem! Damit beweisen Sie, dass er stimmt, und festigen damit gleichzeitig den neuen Glaubenssatz.

Unter anderem finden Sie in meinem SelbstWert+ Coaching und im Audio-Programm Maximales Selbstvertrauen (nur für Männer) eine Anleitung, wie man wirkungsvolle Affirmationen erstellt.

 

Nachwort

Wir Menschen fürchten uns vor allen möglichen Dingen:

  • Etwas zu versuchen
    (Das klappt nie)
  • Mit Fremden zu sprechen
    (Das macht man nicht. Ich werde sicher abgelehnt. U.v.m.)
  • Mehr Geld zu verdienen
    (Geld ist schlecht. Wer viel Geld besitzt, hat dieses sicher unehrlich erworben. U.v.m.)
  • Seinen Traumpartner zu finden
    (Schöne Frauen sind eingebildet. Schöne Männer haben nichts im Kopf.
    Er/Sie ist viel zu hübsch für mich. U.v.m.)
  • Gesund zu werden
    (Ich habe irgendetwas Schlechtes getan und die Krankheit verdient. U.v.m.)
  • Und viele, viele andere Dinge mehr.

Aber wissen Sie was? Die Menschen fürchten sich aufgrund falscher Glaubenssätze davor, ihre wahren Möglichkeiten zu nutzen. Und ausnahmslos jeder hat solche Einschränkungen in seinem Kopf.
Komfort-Zonen

Daher möchte ich diesen Beitrag mit einem Filmzitat abschließen, das Sie zum Nachdenken anregen soll.

Angst ist nicht real.
Der einzige Ort, an dem Angst existieren kann
ist in unserer Vorstellung von der Zukunft,
sie ist ein Produkt unserer eigenen Fantasie
und lässt uns Dinge fürchten,
die in der Gegenwart nicht existieren
und vielleicht niemals existieren werden.
Sie grenzt an Wahnsinn,
Versteh mich nicht falsch, die Gefahr ist sehr wohl real,
aber Angst ist eine Entscheidung.
(Film: After Earth)

 

Exklusives SelbstWert+ Coaching
 

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Über Rudolf Lechleitner

Rudolf Lechleitner hat sich den Themen „Selbstvertrauen“ und „Erfolg“ verschrieben. Jahrzehntelang selbst von starker Schüchternheit und sozialen Ängsten geplagt, hilft er heute anderen Menschen diese Herausforderung zu meistern. Zusätzlich hilft er ihnen, die dabei neu erworbenen Fähigkeiten zu nutzen um das eigene Leben weiter zu verbessern. Er ist ein Beispiel dafür, dass der Begriff „Persönlichkeitsentwicklung“ nicht nur ein leeres Wort ist. Früher schüchtern und zurückgezogen ist er heute regelmäßig auf Veranstaltungen, in Medien und TV präsent.

2 Comments

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