Nie mehr Opfer unglücklicher Umstände sein - Soziale Freiheit

Nie mehr Opfer unglücklicher Umstände sein

Von am 19. Juli 2017
Unglückliche Umstände © Pixabay

Viele Menschen werden immer wieder Opfer unglücklicher Umstände, von Situationen, die sie eigentlich nicht wollen. Sie geraten immer wieder an ähnliche Beziehungspartner, sie werden von anderen beleidigt, gemobbt, oder was auch immer.

Meine eigenen Jugend-Erlebnisse sind vermutlich denen vieler Menschen, ohne ein ausgeprägtes Selbstvertrauen, ähnlich:

 

Eigene Erfahrungen

In der Volksschule war ich sehr zurückhaltend und manchmal das Opfer peinlicher Situationen.

In der Hauptschule wurde ich zum unfreiwilligen „Klassenclown“, über den sich alle lustig machten. Schon der kleinste Anlass führte zu peinlichen oder zumindest sehr unangenehmen Situationen. So habe ich mich immer mehr von der Gruppe und anderen Menschen distanziert.

In einer danach besuchten Schule konnte ich nicht glauben, nicht mehr der Spielball der anderen zu sein. Die Mitschüler waren nett zu mir, aber meine Erwartungshaltung war aus Gewohnheit eine andere: Nämlich Angst!

Später wurde ich sehr hilfsbereit und habe mich auch manchmal zu Dingen überreden lassen, die ich eigentlich nicht wollte. Ich habe mich darüber geärgert und mich gefragt, wie mir das (schon wieder) passieren konnte?

 

Die richtigen Fragen

Die richtigen Fragen zu stellen, bringt uns weiter. Die falschen Fragen sorgen dafür, dass wir dort steckenbleiben, wo wir sind. Oft sind das Situationen, in denen wir uns nicht besonders wohlfühlen. Überlegen Sie also …

 

Wie alles beginnt

Von vielen wird der Weg in die Opferrolle bereits in früher Kindheit eingeschlagen. Bestimmt erinnern Sie sich auch an Sätze, wie:

Sei vorsichtig“, „Pass auf, dass du dir nicht wehtust“, „Du kannst das (noch) nicht“ oder „Die anderen wollen nur…“ („…dass du dich blamierst“, „…dein Geld“, __________ – setzen Sie hier ein, was Ihnen spontan einfällt).

Auf diese Art wird was erzeugt? Richtig: Unsicherheit und Angst! Angst vor Verletzung. Angst davor, sich zu blamieren. Angst davor, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen. Angst vor Verlust. Je öfter wir solche Sätze hören, desto mehr festigen sie sich in unserem Kopf. Sie sind wie eine Mauer, die immer höher wird, bis sie eines Tages unüberwindbar ist.

 

Wie es sein könnte

Können Sie sich an einen Moment in Ihrem Leben erinnern, an dem Sie völlig glücklich, frei und unbeschwert waren?

Vielleicht gab es einen solchen Moment, als Sie noch ein kleines Kind waren, aber vielleicht gab es auch einen Moment im Erwachsenenalter, in dem Sie sich glücklich und sicher fühlten?

Unglückliche Umstände?

Verspürten Sie in dieser Situation ein Gefühl von Unsicherheit und Angst? Nein! Denn die angenehmen und unangenehmen Gefühle schließen einander aus.

Aber das bedeutet auch: Sie kennen die glücklichen Momente in Ihrem Leben, denn Sie haben sie schon erlebt!

 

Was zur Hölle ist passiert?

Vielleicht fragen Sie sich, wohin diese Leichtigkeit, Freude und Sicherheit hin verschwunden ist?

Vielleicht fürchten Sie sich auch davor, glückliche Momente richtig zu genießen, weil Sie Angst davor haben, sie bald wieder zu verlieren?

Fällt Ihnen etwas auf? Es ist die negative Erwartungshaltung, die verhindert, dass Sie glücklich sein können! Wie sollen Ihnen gute Dinge passieren, wenn Sie ständig befürchten, diese wieder zu verlieren – oder gar nicht erst zu erleben?

Zweifel sind Verräter, sie rauben uns,
was wir gewinnen können,
wenn wir nur einen Versuch wagen.
(William Shakespeare)

 

Die Erlösung

Glück und Unglück sind weder Zufall noch Schicksal. Denn, wenn wir ständig Angst vor bestimmten Dingen haben („Hoffentlich nicht schon wieder…“), dann lassen wir diese Dinge in unserem Kopf zur Realität werden.

Es ist kein Zufall, dass Menschen immer wieder in ähnlichen Situationen landen, ähnliche Probleme haben oder mit ähnlichen Partnern eine Beziehung führen. Es ist kein Zufall, dass sie ständig unglücklich, vom Pech verfolgt, krank oder verschuldet sind. Oder, dass sie immer wieder Glück haben und sich auch keine Gedanken über Geld machen müssen.

Helene HadsellEines meiner Lieblingsbeispiele in diesem Zusammenhang ist die Amerikanerin Helene Hadsell. Die Amerikanerin gewann in allen Gewinnspielen, an denen sie teilnahm, wertvolle Preise: Haus, Autos, Reisen, …

Warum hat sie so viel Glück? Weil sie daran glaubt, und in ihrem Innersten davon überzeugt ist, zu gewinnen.

Denken Sie einmal darüber nach!

 

Wie Erwartungen unser Leben bestimmen

Kann es tatsächlich sein, dass unser Leben von unseren Erwartungen bestimmt wird? Ja!

Abgesehen von ganz wenigen Zufällen. Hier gilt es allerdings zu bedenken, dass es keine richtigen Zufälle gibt. Oder wie ein Freund von mir zu sagen pflegte: „Zufall kommt von zu-fallend. Das bedeutet: Es fällt zu, was fällig ist“. Er war ein echter Mystiker, und diese Aussage kann ich nach vielen praktischen Erfahrungen bestätigen.

Wenn ich Sie hier dazu bringen konnte, nur ein klein wenig an Ihrem bisherigen Schicksal zu zweifeln, dann kann dieser Zweifel Ihr zukünftiges Leben verändern (um nicht zu sagen: in den Grundfesten erschüttern).

 

Die nächsten Schritte

Beginnen Sie damit zu hinterfragen, ob tatsächlich alles so schlecht und gefährlich ist, wie Sie bisher geglaubt haben.

Wenn einmal etwas schiefgeht, dann ärgern Sie sich nicht (oder zumindest nicht zu sehr) darüber. Fragen Sie sich besser ehrlich: „Was kann ich das nächste Mal besser machen?“. Machen Sie das völlig ehrlich, und zwar mit dem echten Wunsch, eine Verbesserung zu erreichen.

 

Nachwort

So tragisch es auch klingen mag: Leiden hat auch seine Vorteile. Denn es zwingt uns dazu, etwas zu verändern.
Und an diesem Punkt kann viel geschehen!

 

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Bildquellen: © Pixabay, Helen Hadsell

Über Rudolf Lechleitner

Rudolf Lechleitner hat sich den Themen „Selbstvertrauen“ und „Erfolg“ verschrieben. Jahrzehntelang selbst von starker Schüchternheit und sozialen Ängsten geplagt, hilft er heute anderen Menschen diese Herausforderung zu meistern. Zusätzlich hilft er ihnen, die dabei neu erworbenen Fähigkeiten zu nutzen um das eigene Leben weiter zu verbessern. Er ist ein Beispiel dafür, dass der Begriff „Persönlichkeitsentwicklung“ nicht nur ein leeres Wort ist. Früher schüchtern und zurückgezogen ist er heute regelmäßig auf Veranstaltungen, in Medien und TV präsent.

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