So lässt sich Schüchternheit überwinden - Soziale Freiheit

So lässt sich Schüchternheit überwinden

Von am 11. Januar 2016
Schüchternheit überwinden © Tatyana Gladskih | Fotolia.com

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Ich war selbst sehr lange Zeit schüchtern, und ich befand mich daher manchmal in Situationen, die mir unangenehm, ja teilweise sogar richtig peinlich waren. Lange Zeit kam ich aber ganz gut mit meinem Leben zurecht und habe mir nur gedacht: „Ich bin eben so.“ Ich dachte, dass Schüchternheit Schicksal sei und man daran nichts ändern kann.
Erst als meine Schwierigkeiten größer wurden, begann ich richtig darüber nachzudenken. Ich musste mir eindeutig eingestehen: „Ich bin schüchtern“. Diesen Zustand konnte und wollte ich nicht mehr akzeptieren. Und ich stellte mir unbewusst die richtigen Fragen, die tatsächlich eine Veränderung bewirken: „Was kann ich tun?“, und „Wie kann ich meine Schüchternheit überwinden?

War es wirklich möglich, diese Eigenschaft zu verändern? Oder war es tatsächlich mein Schicksal, schüchtern und unauffällig zu bleiben? Wenn es wirklich möglich war, warum hatte ich dann so lange gewartet? Ich stellte fest, dass Schüchternheit auch seine Vorteile hat …

Die Vorteile der Schüchternheit

Auf den ersten Blick betrachtet scheint Schüchternheit auch einige Vorteile zu haben, die Grund genug sein könnten, um nichts zu verändern:

  • Man „eckt“ nirgends an, weil man versucht, es allen recht zu machen.
  • Die eigene hohe Hilfsbereitschaft verleiht einem ein gutes Gefühl und ein reines Gewissen.
  • Man vermeidet unnötigen Streit über „Kleinigkeiten“, für die sich die Aggression doch niemals lohnt.
  • Man ist sehr sensibel, wodurch man sich sehr leicht in andere Menschen einfühlen kann.

Insgesamt gesehen verleihen einem viele Charakterzüge eines schüchternen Menschen ein gutes Gefühl. Warum sollte man also überhaupt etwas daran ändern?

Die Nachteile der Schüchternheit

Das Problem besteht in den Nachteilen der Schüchternheit, die letztlich die Motivation darstellen, an der Situation doch etwas zu verändern. Sie motivieren dazu, die eigene Schüchternheit zu überwinden:

  • Häufig bleibt wenig Zeit für einen selbst, weil man aufgrund der großen Hilfsbereitschaft die eigenen Wünsche und Aufgaben zurückstellt, um für andere da zu sein. So „opfert“ man sich selbst und übersieht dabei, dass das eigene Leben nahezu völlig von anderen bestimmt wird.
  • Man verspürt ein starkes Gefühl der Einsamkeit, weil es nur wenige Menschen gibt, die einen wirklich verstehen. Man wird von den Menschen als „Nett“ empfunden, trotzdem mangelt es häufig an einem passenden oder verständnisvollen Partner.
  • Es besteht die große Gefahr des „ausgenutzt werden“ und der Überforderung. Diese findet in der großen Hilfsbereitschaft ihren Ursprung. Das ist nichts Schlechtes, solange man dabei nicht vergisst, auf sich selbst und die eigenen Bedürfnisse zu achten.
  • Die Meinung der anderen ist von großer Wichtigkeit, denn der eigene Wert ergibt sich durch die Bestätigung der anderen Menschen. Wird man gelobt, fühlt man sich großartig. Bleiben Bestätigung und Lob aus, gleicht dies einer Katastrophe und man fühlt sich niedergeschlagen und depressiv.
  • Der Versuch, „es allen recht zu machen“, gelingt nicht immer. Ob man die Schuld für das Scheitern bei sich selbst sucht oder anderen zuweist, spielt dabei keine Rolle.
  • Man ist häufig unsicher, ob das, was man tut, richtig ist. Diese Unsicherheit kommt wiederum aus dem Gedanken, was andere über einen denken.
  • Neue Kontakte mit bisher fremden Menschen zu knüpfen, erzeugt starke Unsicherheit und Angstgefühle. Diese können sich zu einer richtigen Kontaktangst verstärken. Man entschärft sie häufig mit Aussagen, wie etwa: „Das ist zwar nicht so wichtig, aber das süße Mädchen oder den süßen Kerl würde man schon gerne kennenlernen. Andererseits …“ (und schon kommen dann auch wieder die Ausreden, mit denen man vor sich selbst rechtfertigt, warum das doch nicht so wichtig und erstrebenswert ist).
  • Man wird selten für „voll“ genommen, weil schüchterne Menschen den Konflikt meiden.
    Respekt und Anerkennung erhält man nur in den Bereichen, in denen man kompetent ist – aber nicht in sozialen Bereichen (weil hier bisher einfach die notwendige Erfahrung fehlt).
  • Nach dem bisher Genannten ist auch klar, dass schüchterne Menschen leicht für schmerzhafte Sticheleien und Mobbing anfällig sind. Hier hilft auch der Tipp: „Du darfst dir das nicht so zu Herzen nehmen“, nicht weiter. Warum das so ist, darauf gehe ich später noch weiter ein.
  • Und vermutlich fallen Ihnen jetzt noch zahlreiche weitere Beispiele dazu ein!

Diese Punkte fühlen sich nicht gut an. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass man als betroffene Person doch etwas daran ändern sollte. Schüchternheit zu überwinden und zu beseitigen, macht sich also bezahlt! Doch wer wirksam etwas verändern will, der muss zunächst einmal wissen, womit er es überhaupt zu tun hat.
PsychotherapieUnd damit kommen wir zur Frage:

Was ist Schüchternheit eigentlich?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Schüchternheit ist das unbewusste Gefühl, einen geringeren Wert zu besitzen als die anderen Menschen in der Umgebung. Es ist ein Mangel an Selbstwert, der üblicherweise mit einem Mangel an Selbstliebe und Selbstrespekt einhergeht. Dazu drei kurze Beispiele:

  • Wer sich seines eigenen Wertes nicht bewusst ist, benötigt die Bestätigung von anderen Menschen. Dies kann als Lob und Anerkennung oder in anderer Form geschehen.
  • Wer sich selbst nicht ausreichend lieben kann, hofft darauf, diese Liebe von jemand anderem zu erhalten, beispielsweise von seinen Eltern, Freunden oder seinem Lebenspartner.
  • Wer zu wenig Respekt vor sich selbst hat, gibt immer wieder nach. Er ist nicht in der Lage, seine eigene Meinung dauerhaft zu vertreten und durchzusetzen.

Hinter ausgeprägter Schüchternheit können sich auch andere Probleme verbergen. So war ich beispielsweise lange Zeit erfolglos auf der Suche nach einer Partnerin, denn ich wollte geliebt werden und nicht mehr alleine sein. Irgendwann musste ich erkennen und mir eingestehen, dass ich nicht nur schüchtern war, sondern sogar unbewusst Angst vor Frauen hatte. Doch das zu erkennen war erst möglich, nachdem ich entschieden hatte: Ich werde meine Schüchternheit überwinden!

Von einer anderen Seite aus betrachtet ist Schüchternheit nicht etwas, das „hier ist“, sondern etwas, das „nicht hier ist“. Die Herausforderung für Betroffene besteht also nicht in der Anwesenheit von Schüchternheit, sondern in der Abwesenheit von Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Was bedeutet das nun genau?

Selbstbewusstsein ist das Bewusstsein über die eigenen Gedanken und Fähigkeiten. Nur dieses Bewusstsein erschafft die Möglichkeit, etwas an einer Situation zu ändern. Im Falle der Schüchternheit bedeutet es, dass man sich der Angst vor anderen Menschen bewusst werden muss. Man muss sich auch bewusst darüber werden, dass man einigen anderen Menschen häufig mehr Liebe und Aufmerksamkeit schenkt als sich selbst. Zuviel ist aber nie gut. Sich selbst den richtigen Wert zuzugestehen und sich selbst den nötigen Respekt zu erweisen, ist von grundlegender Wichtigkeit.

Erst wenn man dies erkennt, ergibt sich eine sinnvolle Möglichkeit, etwas zu ändern.

Selbstvertrauen wiederum ist das Vertrauen in sich und die eigenen Fähigkeiten. Also keine Angst davor zu haben, dass man etwas falsch machen könnte. Keine Angst davor zu haben, was andere über einen denken oder sagen könnten. Und das bedeutet auch, einen guten Selbstwert zu besitzen.

Wie stark ist das Leiden?

Ist die Schüchternheit besonders ausgeprägt, handelt es sich dabei um eine soziale Phobie. Der Übergang von „normaler Schüchternheit“ zu einer sozialen Phobie ist nicht fix definiert, sondern fließend.

Soziale PhobieSchwaches Selbstvertrauen muss nicht immer schlecht, und starkes Selbstvertrauen muss nicht immer gut sein. Es geht darum, was Sie daraus machen. Wie beispielsweise mit einem Hammer: Damit lassen sich Menschen erschlagen oder Nägel in die Wand schlagen. Wenn Sie den Hammer verwenden möchten, um einen Nagel in die Wand zu schlagen, aber einfach zu ungeschickt sind, dann ist das ein Problem. Sie können nun jedes Mal jemanden holen, der die Arbeit für Sie erledigt. Oder Sie lernen, es selbst zu machen. Genau so können Sie Schüchternheit überwinden.

 

Schüchternheit und schwaches Selbstvertrauen sind kein Schicksal. Sie können Ihr Selbstvertrauen stärken, wie Sie möchten. Bis Sie das Selbstvertrauen erreicht haben, das Sie sich wünschen.

Was bringt Selbstvertrauen?

Wer genug Selbstvertrauen besitzt, der hat keine Angst (mehr), etwas falsch zu machen. Wer zutiefst davon überzeugt ist, die Dinge richtig zu machen, wird auch niemals nervös sein! Er wird höchstens einen prickelnden Nervenkitzel verspüren, ob seine Handlungen auch tatsächlich zum gewünschten Ergebnis führen.

Selbstvertrauen bedeutet nicht, dass man alles weiß und immer alles richtig macht. Menschen mit ausreichend Selbstvertrauen haben jedoch schon genug Erfahrung, um viele Situationen instinktiv richtig einzuschätzen. Trotzdem kann es einmal vorkommen, dass auch sie einen Fehler machen. Na und? Fehler sind menschlich, daher haben Menschen mit einem ausgeprägten Selbstvertrauen kein Problem, sich für Dinge zu entschuldigen, die sie falsch gemacht haben. Und genau diese Eigenschaft macht sie so menschlich und bewundernswert. Selbstvertrauen ist allerdings nicht etwas, was man einfach „hat“ oder „nicht hat“. Man kann es erlernen!

Woher kommt die Schüchternheit?

Ermahnung und ZurechtweisungSchüchternheit (und soziale Phobie) ist nicht angeboren, sondern angelernt. Wodurch? Durch Eltern, Freunde und Bekannte. Durch Menschen, mit denen Sie häufig Umgang hatten und, die es nur gut mit Ihnen meinten. Sie haben Ihnen beigebracht, was sie selbst gelernt oder als wichtig erachtet haben. Sie wollten Sie zu einem gut erzogenen Kind machen, das gut in unsere Gesellschaft passt. Können Sie sich noch daran erinnern, was Sie gelernt haben?

  • Lass das!
    Die anderen werden denken, du bist ein schlecht erzogenes Kind.
  • Kannst du nicht aufpassen?
  • Kannst du nicht fragen?

Für alle Dinge, die wir in deren Augen falsch gemacht haben, wurden wir zurechtgewiesen und ermahnt. Obwohl die Ermahnungen und Zurechtweisungen in guter Absicht geschahen, waren nicht immer alle richtig.

Warum erwähne ich das? Weil Sie dieses Wissen nutzen sollen, um Ihr eigenes Leben zu verbessern. Aber Vorsicht: Wenn Sie versuchen, jemandem die Schuld dafür zuzuweisen, dann fühlen Sie sich vielleicht kurzfristig besser, aber Sie verändern nichts in Ihrem Leben. Um aber wirklich etwas zu verändern, müssen Sie selbst etwas tun! Verzichten Sie also auf Schuldzuweisungen. Entscheiden Sie sich dafür, und beginnen Sie jetzt damit, Ihre Schüchternheit zu überwinden.

Die Täuschung auf den ersten Blick

Es gibt zwei verschiedene Menschentypen, die auf den ersten Blick als schüchtern oder selbstsicher eingeschätzt werden: introvertierte und extrovertierte Menschen. Näher betrachtet haben diese Eigenschaften jedoch nur wenig mit Schüchternheit oder Selbstvertrauen zu tun. Was verbirgt sich also dahinter?

Introvertiertheit

Introvertierte Menschen sind ruhig und in sich gekehrt. Introvertiertheit kann ein Zeichen von Schüchternheit sein, oder aber einfach nur ein Hinweis darauf, dass der Mensch sehr gut mit sich alleine zurechtkommt.

Extrovertiertheit

Extrovertierte Menschen sind nach außen gekehrt. Sie gehen scheinbar gerne auf andere Menschen zu und sprechen auch mit nahezu allen. Aufgrund ihres Verhaltens erscheinen solche Menschen äußerst selbstsicher.

Doch manchmal ist dieses Verhalten einfach eine „Flucht nach vorne“, die dazu dient, die eigene Unsicherheit und Angst zu verschleiern. Das zeigt: Auch wer extrovertiert ist, kann schüchtern sein.

 

Ob sich ein Mensch nach innen oder nach außen (zu anderen) ausrichtet, sagt also nicht unbedingt etwas über sein Selbstvertrauen aus. Oft ist ein weiterer Blick notwendig! Viele vertrauen jedoch auf ihren „ersten Eindruck“ und lassen sich dadurch täuschen.

Wie wird man seine Schüchternheit los?

Endlich kommen wir zum eigentlichen Thema: „Wie kann ich meine Schüchternheit überwinden?“ oder „Wie kann ich meine Schüchternheit loswerden?“ Bevor ich auf die eigentliche Antwort komme, möchte ich noch kurz auf einen ganz wichtigen Punkt eingehen:

Das Geheimnis der Veränderung besteht darin,
alle Energie nicht auf die Bekämpfung des Alten zu legen,
sondern auf den Aufbau des Neuen.
(Socrates, 469-399 v. Ch.)

Wie wir bereits gehört haben, handelt es sich bei der Schüchternheit um eine Form von Angst. Sich ständig auf die Angst zu konzentrieren, ist allerdings kontraproduktiv. So wie beim Autofahrer, der die Kontrolle über seinen Wagen verliert. Wenn er sich ständig sagt, „Ich werde gegen den Baum prallen“, „Ich werde gegen den Baum prallen“ – raten Sie, was passieren wird! Das eigentliche Ziel liegt also darin, nicht die Angst zu bekämpfen, sondern das Selbstbewusstsein und das Selbstvertrauen aufzubauen.

Warum hat es bisher nicht funktioniert?

Einige haben möglicherweise schon ein paar „gute Tipps“ von guten Freunden und Bekannten bekommen, die aber leider nichts gebracht haben. Wie kann das passieren?

Diese Tipps zeigen oft das richtige (langfristige) Ziel, doch als Betroffener haben Sie keine Ahnung, wie Sie dorthin kommen sollen. Daher sind diese Tipps oft wertlos oder erschaffen nur ein noch größeres Hindernis. Dazu wieder ein paar Beispiele:

  • Die Meinung der anderen muss dir egal sein (LMA-Strategie)
    Stimmt, doch ist das für sensible Menschen nicht zu schaffen. Das ist genauso, als würde man sagen: „Für ein Leben in Fülle müssen Sie nur Millionär werden.“ In beiden Fällen stellt sich die Frage: Wie soll ich das schaffen? Ohne den richtigen Hinweis, mit dem Sie das Ziel in absehbarer Zeit zuverlässig erreichen können, ist dieser Tipp somit wertlos.
  • Wenn dich die anderen Kinder hänseln (oder die Kollegen mobben), dann musst du nur zeigen, dass dir das Ganze egal ist. Dann hören sie von selbst wieder damit auf.
    Stimmt, doch einem Kind oder Erwachsenen mit fehlendem Selbstvertrauen wird das NIEMALS egal sein.
  • Beliebt bei Kindern: Du musst ja nicht schüchtern sein, die Leute tun dir ja nichts.
    Wenn die Schüchternheit nur eine Phase ist, dann kann diese erzwungene Konfrontation das Problem erst recht erschaffen.
    (Stattdessen besser: Lob und Ermunterung an anderer Stelle: „Das hast du gut gemacht“)
Warum hat es bisher nicht funktioniert?Der Haken an solchen Tipps ist eben der, dass diese zumeist von Menschen kommen, die keine Erfahrung im Umgang mit dem Problem haben. Daher betrachten sie es lediglich aus ihrer eigenen Sicht und sagen einfach, was ihnen dazu gerade einfällt. Oft kommen diese Tipps auch von Menschen, die genug eigene Probleme haben und sich nicht mit diesen konfrontieren wollen. Schließlich ist es ja so viel einfacher, sich mit den Problemen anderer Menschen zu beschäftigen, als mit den eigenen.

In diesem Zusammenhang hat ein guter Freund von mir die folgende Weisheit geprägt:

Nimm keinen Ratschlag an von jemandem, der nicht dort ist, wo du sein willst.
(Markus Dan)

Was sagt uns das? Vertrauen Sie nicht auf den Ratschlag von Menschen, die selbst mit ihrem Schicksal kämpfen. Suchen Sie sich lieber jemanden, der sein Leben bereits gemeistert hat und in der Lage ist, richtige Hilfestellung zu geben.

Wie lässt sich nun Schüchternheit überwinden?

Der wichtigste Schritt in der Beseitigung von Schüchternheit ist das „Machen neuer Erfahrungen“. Die besten Erfahrungen entstehen dann, wenn man seine eigenen Grenzen regelmäßig nur ein ganz kleinwenig überschreitet.

Sind Sie ein Opfer von Anfeindungen (wie etwa Mobbing), Machtmenschen oder Energievampiren? Dann können Sie ohne das notwendige Selbstvertrauen am ersten Tag keine Wunder erwarten. Sie können aber täglich daran arbeiten, das eigene Selbstwertgefühl zu steigern, indem Sie bestimmte Erfahrungen machen.

Beginnen Sie beispielsweise damit, herauszufinden, was Sie anderen Gutes über sich erzählen können. Vielen fallen häufig nur negative Dinge ein (ich bin nicht hübsch, nicht intelligent, ungeschickt, nicht viel wert, …). Denken Sie also gezielt darüber nach, was Sie Positives über sich erzählen können, wenn Sie einmal danach gefragt werden. Damit Sie zum Beispiel auf die Frage: „Was machst du so?“ nicht mehr nur sagen: „Ach, nichts Besonderes“, sondern Ihren Wert darstellen können. Durch diese Übung erhalten Sie aber auch ein stärkeres Selbstwertgefühl. Nicht sofort, aber je öfter Sie sich Ihrer positiven Eigenschaften bewusst werden, desto stärker wird es.

Zusätzlich ist es wichtig, geistige Aufgaben mit körperlichen Tätigkeiten zu unterstützen. Halten Sie sich dabei an folgendes Zitat:

Tu jeden Tag etwas, das dir Angst macht.
(Eleanor Roosevelt)

Sie müssen es ja nicht gleich übertreiben. Beginnen Sie damit, Freunde, Bekannte und Kollegen regelmäßig zu grüßen. Später vielleicht auch mehr und mehr fremde Personen. Ich weiß, für einige klingt das jetzt sehr eigenartig, aber probieren Sie es einfach aus! So werden Sie in relativ kurzer Zeit Ihre Schüchternheit überwinden.
Spaß und Selbstvertrauen

Wohin führt das Ganze?

Wer zu schüchtern ist, der erscheint zwar in sich gekehrt, konzentriert sich in Wahrheit jedoch zu viel auf andere! Denn tatsächlich sind Gedanken, wie „Was denken die anderen von mir“ oder „Die anderen sind viel mehr wert“, die große Hemmschwelle.

Die Steigerung des Selbstvertrauens führt dazu, dass man sich seiner Selbst und seines Wertes bewusst wird. Man hört auf, das zu sein, was andere einem gesagt oder beigebracht haben. Man entdeckt das, was man zum Zeitpunkt seiner eigenen Geburt war: das ursprüngliche und unverfälschte „Ich“ selbst.

Damit löst man sich davon, von der Meinung anderer abhängig zu sein. Damit lernt man, seine eigene Meinung zu vertreten und auch durchzusetzen.

An dieser Stelle möchte ich mich mit einem Zitat aus dem Film „Terminator 3“ verabschieden:

Die Zukunft ist noch nicht geschrieben.
Es gibt kein Schicksal, außer dem, was wir aus uns selber machen.

 

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Bildquellen:
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Über Rudolf Lechleitner

Rudolf Lechleitner hat sich den Themen „Selbstvertrauen“ und „Erfolg“ verschrieben. Jahrzehntelang selbst von starker Schüchternheit und sozialen Ängsten geplagt, hilft er heute anderen Menschen diese Herausforderung zu meistern. Zusätzlich hilft er ihnen, die dabei neu erworbenen Fähigkeiten zu nutzen um das eigene Leben weiter zu verbessern. Er ist ein Beispiel dafür, dass der Begriff „Persönlichkeitsentwicklung“ nicht nur ein leeres Wort ist. Früher schüchtern und zurückgezogen ist er heute regelmäßig auf Veranstaltungen, in Medien und TV präsent.

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