Warum ein gesundes Selbstwertgefühl wichtig ist - Soziale Freiheit

Warum ein gesundes Selbstwertgefühl wichtig ist

Von am 15. Juli 2016
Gesundes Selbstwertgefühl © opolja | Fotolia.com

Viele Menschen unterschätzen die Wichtigkeit des Wertes, den sie sich selbst zuschreiben. Tatsächlich bestimmt diese Wertschätzung ihr gesamtes Leben! Damit Sie das besser verstehen können, lassen Sie mich das kurz erklären.

 

Ich unterteile das Selbstwertgefühl prinzipiell in 3 Hauptkategorien:

 

Schwaches Selbstwertgefühl

Menschen mit geringem Selbstwertgefühl unterschätzen ihren eigenen Wert. Deshalb gehen sie nur selten aus sich heraus und halten sich auch im Umgang mit anderen Menschen zurück. Sie glauben u. a., dass…

  • …sie für (fast) jedes Problem verantwortlich sind
  • …sie nichts ändern können
    bzw. zu unbedeutend sind, um etwas ändern zu können
  • …sie nur annehmen können, was andere ihnen zugestehen
  • …das Schicksal ihr Leben bestimmt

Sie sind fest von der Wahrheit solcher und ähnlicher Einschränkungen überzeugt. Weil sie gelernt haben, keine eigenen Ansprüche zu haben, leben sie weit unter ihren Möglichkeiten. In jedem Fall führen sie ein Leben fernab von Zufriedenheit und Glück.

Sie sind von der Meinung anderer abhängig. Sie lassen sich immer wieder übervorteilen und über den Tisch ziehen. Sie sind ein Opfer, zum Vorteil oder Vergnügen anderer (Stichwort: Mobbing).

Solche Opfer befinden sich sehr häufig unter dem Einfluss negativer Menschen, d. h. Menschen mit negativer Energie, Denkweise und Ausstrahlung. Die Opfer glauben, dass dies das für sie bestimmte Umfeld ist, in dem sie leben müssen. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein! Ist es das Umfeld, um zu starten? Ja. Aber nicht, um für immer dort zu bleiben und so weiter zu leben!

 

Übersteigertes Selbstwertgefühl

In diese Kategorie fallen Menschen, die sich selbst als die Krone der Schöpfung ansehen. Sie denken hauptsächlich nur an sich und die eigenen Bedürfnisse und nicht, oder nur äußerst selten, an andere.

Auf die Idee, dass auch die anderen Menschen Lebewesen mit Rechten und Wünschen sind, kommen sie nur selten. Und wenn, dann nur um ihnen diese zu nehmen. In diese Kategorie gehören u. a. Machtmenschen und Energievampire, aber auch Narzissten.

Letztendlich behindern sich solche Menschen durch ihre Einstellung nur selbst. Aber sie sind nicht daran schuld, denn andere haben ihnen beigebracht, dass ihr Wert sehr hoch ist. Das stimmt auch, dennoch ist der respektvolle Umgang mit anderen Menschen und deren Wertschätzung ein wichtiger Aspekt, der niemals vergessen werden darf.

 

Gesundes Selbstwertgefühl

Dieses sollte das Ziel aller Menschen sein. Menschen mit einem gesunden Selbstwertgefühl kennen den eigenen Wert sehr genau und lassen sich nicht ungerechtfertigt von anderen hineinreden.

Sie bilden sich ihre eigene Meinung aufgrund reiflicher Überlegung und nicht aufgrund anderer populärer Meinungen. Nur so können sie sich selbst und auch andere respektieren.

Menschen mit einem gesunden Selbstwertgefühl müssen andere nicht erniedrigen, um sich selbst besser zu fühlen. Weil sie nicht von der Meinung anderer abhängig sind, fällt es ihnen auch leicht, Schwächeren zu helfen.

 

Es gibt keine scharfe Grenze

All diese Selbstwert-Kategorien sind nicht scharf getrennt. Das Selbstwertgefühl (und das damit einhergehende Selbstvertrauen) verlaufen fließend.

Betrachten wir aus dieser Sicht das gesunde Selbstwertgefühl noch einmal etwas genauer, denn dieses lässt sich in noch 2 weitere Unterkategorien unterteilen:

 

Normales Selbstwertgefühl

Dieses haben die meisten Menschen. Damit können sie problemlos ihren Alltag bewältigen, anderen helfen und sich auch ab und zu einige Träume erfüllen.

 

Starkes Selbstwertgefühl

Ein starkes Selbstwertgefühl besitzen Menschen, die die Entscheidung getroffen haben, dass „normal“ nicht gut genug sei. Sehr häufig stellen sich diese Menschen in den Dienst einer „guten Sache“. Sie helfen anderen im großen Stil, aber vergessen dabei niemals sich selbst. Sie sind sich ihres eigenen Wertes und ihrer Möglichkeiten bewusst. Sie sind sich völlig darüber klar, dass das, was andere als „Realität“ bezeichnen, ihre eigene Schöpfung ist!

Es ist nicht das Glück, dass ihnen zur Erreichung ihrer Ziele und der Erfüllung ihrer Träume verhilft. Es ist das Wissen und das Vertrauen, dass sie diese zur Realität machen können. Und das verhilft ihnen zu Ausdauer und Beharrlichkeit. Denn natürlich laufen auch bei diesen Menschen Dinge schief. Aber davon lassen sie sich nicht aufhalten. Selbst, wenn der Kurs ab und an einmal korrigiert werden muss, so haben sie ihre Ziele stets klar vor Augen.

 

Zusammenfassung

Einstufungen des Selbstwertes

 

Worüber definiert sich Ihr Selbstwert?

  • Über Ihre Arbeit und über das, was Sie leisten?
    Dann kann z. B. der Verlust des Jobs zu tiefer Depression und Verzweiflung führen. Sie sind jedoch weit mehr als die Summe dessen, was Sie tun! Daher sollten Sie sich nicht überfordern und das, was Sie tun, selbst mehr genießen.
  • Durch Ihre Durchsetzungsfähigkeit und Ihr Führungsvermögen?
    Auch hier kann eine Schwäche zu Depression und Verzweiflung führen. Das Gefühl, bei mangelnder Durchsetzungsfähigkeit aussichtslos zu unterliegen, kann einem jede Hoffnung nehmen. Ständig nachgeben zu „müssen“ und niemals seine eigene Meinung vertreten zu können, ist kein Schicksal, das Sie annehmen müssen. Es liegt in Ihrer Hand, das zu ändern!
  • Über Lob und Anerkennung für Dinge, die Sie getan haben?
    Wenn Menschen nicht ausreichend in der Lage sind, ihre eigenen Leistungen anzuerkennen, dann sind sie von anderen abhängig, die ihnen genau dieses Gefühl geben. Machen Sie sich unabhängig, indem Sie Ihr positives Selbstwertgefühl aus sich selbst beziehen. Dann hat niemand (außer Ihnen) mehr Macht über Sie!
  • Über Ähnliches?

Selbstwertgefühl führt zu Selbstbewusstsein Das bedeutet, sich seiner Gedanken, Gefühle und Wünsche bewusst zu werden.

Selbstbewusstsein führt zu Selbstvertrauen. Das bedeutet, sich selbst und seinen eigenen Fähigkeiten zu vertrauen.

Und Selbstvertrauen führt zu Erfolg und einem Leben nach den eigenen Vorstellungen. Und absolut niemand kann einen davon abhalten, das zu erreichen.

Nicht jeder muss alles haben. Aber jeder kann alles haben! Was wünschen Sie sich?

 

Es bleiben 2 Fragen:

  • Wo stehen Sie?
  • Wo wollen Sie hin?

Die Entscheidung liegt bei Ihnen!

Wie wir leben, und was wir von uns selbst halten, wurde uns von anderen beigebracht. Es sind die Dinge, die wir für erstrebenswert und „realistisch“ erachten. Es ist kein Schicksal und kein Zufall. Wir haben es selbst in der Hand! Wenn wir das erkennen, und uns nicht gefällt, was wir gelernt haben, können wir uns jederzeit dafür entscheiden, etwas anderes zu lernen. In jedem Alter!

Sehr viele Menschen leiden unter einem geringen Selbstwertgefühl. Wenn Sie also glauben, dass Sie alleine sind, dann muss ich Sie leider enttäuschen: Das sind Sie nämlich nicht!

Viele glauben auch, dass Sie sich in einer ganz speziellen Situation befinden, aus der genau sie keinen Ausweg finden. Auch hier muss ich Sie enttäuschen: Jeder befindet sich in seiner eigenen ganz speziellen Situation und für jeden gibt es einen Ausweg.

Und jeder, der es bisher ernsthaft versucht hat, hat es auch geschafft. Also gibt es absolut keinen Grund, warum Sie es nicht auch schaffen sollten, ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln!

Erwachsene sind selbst für ihr Leben verantwortlich und können ihr Selbstvertrauen und das damit verbundene Selbstwertgefühl mit einfachen Übungen steigern!

 

Nachwort

Ein gesundes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen entsteht nicht von alleine. Einige hatten Glück und es bereits in der Kindheit erworben. Einige haben es sich erarbeitet. Der Rest hat sich mit der Situation abgefunden oder fürchtet sich vor der Veränderung. Das ist schade, denn es ist nicht schwer. Es geht nur um das gewusst wie!

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Bildquellen: © opolja | Fotolia.com

Über Rudolf Lechleitner

Rudolf Lechleitner hat sich den Themen „Selbstvertrauen“ und „Erfolg“ verschrieben. Jahrzehntelang selbst von starker Schüchternheit und sozialen Ängsten geplagt, hilft er heute anderen Menschen diese Herausforderung zu meistern. Zusätzlich hilft er ihnen, die dabei neu erworbenen Fähigkeiten zu nutzen um das eigene Leben weiter zu verbessern. Er ist ein Beispiel dafür, dass der Begriff „Persönlichkeitsentwicklung“ nicht nur ein leeres Wort ist. Früher schüchtern und zurückgezogen ist er heute regelmäßig auf Veranstaltungen, in Medien und TV präsent.

3 Comments

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