In 6 Schritten zu einer positiven Ausstrahlung

Von am 21. April 2019
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Eine positive Ausstrahlung ist ansteckend. Sie ist eine schillernde Fähigkeit, die im Beruf und Privatleben viele Vorteile mit sich bringt.

Aber die meisten Menschen denken, dass diese Fähigkeit nur ein paar glücklichen Menschen vorbehalten ist. Denjenigen, die von Geburt an charismatisch waren und einen starken Charakter hatten.

In der Wirklichkeit ist meistens das Gegenteil der Fall. Eine starke Ausstrahlung ist sehr selten angeboren. Sie entsteht durch den Lebensweg. Durch Höhen, Tiefen, Erkenntnisse und Erfahrungen. Ein starker, positiver Charakter wird nicht angeboren, sondern mit der Zeit geformt.

In diesem Artikel werde ich dir sechs simple Schritte zeigen, mit denen du deine Ausstrahlung verbesserst. Am Ende gibt es noch zwei kleine Übungen, mit denen du sofort positiver auftrittst.

 

Was bringt eine positive Ausstrahlung?

Eine positive Ausstrahlung bringt viele Vorteile mit sich.

Hier sind die wichtigsten:

  • du wirkst sympathischer
  • andere Menschen fühlen sich zu dir hingezogen
  • andere Menschen schenken dir mehr Aufmerksamkeit
  • du wirst überall Unterstützer und Freunde finden
  • du kannst dich und deine Ideen besser verkaufen
  • du wirst andere positive Menschen anziehen

Das waren nur ein paar Beispiele. Es gibt noch viele weitere Vorteile…

Aber jetzt lass uns endlich loslegen mit den sechs Schritten!

 

Schritt 1: Emotionen erleben und ausdrücken

Ich habe früher sehr emotionslos kommuniziert.

Emotionen haben mich gar nicht interessiert. In meinem Kopf ging es um Zahlen und Fakten. Der Inhalt des Gesprächs war alles, was für mich gezählt hat.

Tatsächlich hatte ich damals ein sehr oberflächliches Verständnis von Kommunikation. Ansonsten hätte ich gewusst, dass der Inhalt nur einen sehr kleinen Teil des zwischenmenschlichen Austauschs ausmacht.

Weit mehr spielt sich nonverbal zwischen den Gesprächspartnern ab. Dabei spielen die Emotionen eine große Rolle. Durch die Stimme, Körpersprache und andere Signale tauschen wir Gefühle aus.

Und falls du es noch nicht weißt: Menschen lieben Emotionen! Millionen Menschen rennen jeden Tag ins Kino, um eine emotionale Achterbahnfahrt zu erleben.

Wir wollen leiden, hoffen, trauern, lachen, begeistert sein, leidenschaftlich sein und am Ende natürlich glücklich und zufrieden sein.

Menschen reagieren nicht auf Fakten, sondern auf Emotionen. Deshalb sind Emotionen für den Umgang und Kontakt mit Menschen so wichtig.

Probiere mit deinen Emotionen in Kontakt zu kommen und sie auszudrücken. Dafür ist eine lebhafte Mimik wichtig. Denn nur offene und lockere Menschen zeigen ihre Emotionen in ihrem Gesicht. Menschen, die etwas vorspielen und sich verstellen, haben normalerweise eine versteinerte und leblose Mimik.

Wenn du dich zeigst und deine Emotionen nach Außen trägst, wird dich das bei anderen Menschen auf einen Schlag beliebter und vertrauensvoller machen.

 

Gute Laune

 

Schritt 2: Umgib dich mit Positivität

Dein Umfeld färbt auf dich ab.

Du hast wahrscheinlich schon einmal den Spruch gehört…

„Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst“

Und das gilt nicht nur für die Menschen, mit denen du dich umgibst, sondern für ALLES.

Das was du in dein Leben lässt, prägt dein Leben. Wenn du dir Dokumentationen über Morde und Dramen anschaust und in den Nachrichten ständig von Flugzeugabstürzen und Terroranschlägen liest, dann rate mal, wie sich das auf dich auswirkt?!

Extrem negativ!

Es zieht dich runter und raubt dir Energie. Deine Ausstrahlung kann gar nicht positiv sein, weil du die Welt überhaupt nicht positiv siehst. Du konzentrierst dich auf ein paar Terroranschläge und siehst dabei nicht, dass es in diesem Jahrzehnt weniger Gewaltopfer, als JEMALS in der Geschichte der Menschheit zuvor gab.

Ich will damit auch nicht sagen, dass du mit blindem Optimismus durch die Welt laufen sollst, aber konzentriere dich nicht exklusiv auf negative Dinge.

Sei dir bewusst, dass alles, was du konsumierst (Von der Ernährung über Gespräche bis zu Filmen), dich beeinflusst! Dann mach dir bewusst, was du in dein Leben lassen willst und halte dich daran. Schließe die Tür für alle Dinge, die dir schaden oder dich runterziehen.

 

Schritt 3: Sei neugierig und offen

Von wem kann man am meisten über eine positive Ausstrahlung lernen?

Von kleinen Kindern!

Mit ihrer neugierigen, begeisterten Art machen sie es anderen Menschen verdammt leicht, sie zu mögen. Sie sind so aufmerksam und leicht zu beeindrucken.

Davon können sich viele Menschen eine Scheibe abschneiden. Neugierde und aufrichtiges Interesse sind Schlüsseleigenschaften einer positiven Ausstrahlung.

Viele extrem charismatische Menschen haben sich einen Teil der kindlichen Neugierde beibehalten und haben es deshalb so leicht, sich selbst und andere Menschen zu begeistern.

Anstatt auf cool und souverän zu tun (was selten cool und souverän wirkt), sind sie extrem interessiert und stellen viele Fragen. Dabei entstehen spannende Gespräche und die Mitmenschen freuen sich über die Aufmerksamkeit.

 

Schritt 4: Stelle die anderen in den Mittelpunkt

„Menschen interessieren sich vor allem für sich selbst.“

Das klingt nicht so lieb, aber es ist die Wahrheit. Du interessierst dich vor allem für dich selbst und dein eigenes Leben. Und wenn du dich für andere Menschen interessierst, dann vor allem deswegen, weil sie ein Teil deines Lebens sind.

Das ist weder tadelhaft noch egoistisch. Es ist einfach natürlich. Dagegen kannst du nicht machen.

In Gesprächen sieht man das am besten. Bei den meisten Leuten hört man die ganze Zeit: Ich… ich… ich… ich… ich. Und so geht das ewig weiter.

Ich, ich, ich

Umso stärker stichst du heraus, wenn du das Gespräch nicht auf dich und dein Leben lenken willst, sondern erstmal die andere Person in den Mittelpunkt stellst.

Wenn du dich für das Leben der anderen Person interessierst, Fragen stellst und ihr den Raum gibst, von sich zu erzählen, dann werden andere Menschen es lieben, sich mit dir zu unterhalten.

Und häufig passiert es dann irgendwann von allein, dass die andere Person auch mehr über dich erfahren möchte. Wenn Menschen sich verstanden und beachtet fühlen, sind sie auch bereit, anderen ihre Aufmerksamkeit zu schenken.

Das ist natürlich nicht immer der Fall. Manche Menschen können auch stundenlang, wie ein Wasserfall nur über sich selbst sprechen, aber die meisten werden sich mit echtem Interesse für deine Aufmerksamkeit bedanken (natürlich unbewusst).

 

Schritt 5: Sei mit vollem Fokus in der Gegenwart

Es geht um die Gegenwart. Nicht den heutigen Tag, nicht diese Stunde, nur den jetzigen Moment!

Vielleicht sind schlimme Dinge passiert vor einer Stunde, gestern oder vor einer Woche. Vielleicht bist du davon überzeugt, allen Grund zu haben, negativ gestimmt zu sein. Aber was, genau in diesem Moment, ist wirklich schlecht?

Stell dir nicht vor, was in zehn Minuten passieren kann und schwelge nicht in der Vergangenheit, was vorhin passiert ist, sondern sei mit deiner Aufmerksamkeit in der Gegenwart.

Die meiste Zeit gibt es in der Gegenwart überhaupt keine Probleme. Jetzt gerade in dieser Sekunde ist eigentlich alles gut. Die Probleme entstehen durch ein klammern an vergangene Ereignisse und eine Vorstellung von bevorstehenden Ereignissen.

Genieße das Jetzt! Gehe aufmerksam und wachsam durchs Leben. Dann werden andere Menschen dich als extrem lebendig und positiv wahrnehmen.

Anstatt aus dem Fenster zu gucken und über gestern nachzudenken, konzentriere dich auf die jetzige Situation. Richte deinen Fokus auf deine Gespräche und Aufgaben. Diese Energie wird auch deine Mitmenschen anstecken und ihr könnt zusammen den aktuellen Moment bestmöglich ausnutzen.

 

Schritt 6: Eine offene, einladende Körpersprache

Eine positive Ausstrahlung beginnt im Kopf!

Aus diesem Grund handelt es sich bei den ersten fünf Schritten um mentale Aufgaben. Es sind Mindsets, um positiver und offener mit Menschen in Kontakt zu kommen.

Diese Schritte zu meistern, ist verdammt wichtig. Aber wenn man nicht nur nachhaltige, sondern auch schnelle Erfolge sehen will, kommt man an ein paar praktischen Tipps nicht vorbei. Dafür ist dieser Schritt gedacht.

Denn die Körpersprache ist mächtig.

Unterbewusst signalisieren wir durch unseren Körper, wie wir uns fühlen. Wir geben anderen Menschen glaubwürdige Signale über unseren inneren Zustand. Das beeinflusst unsere Ausstrahlung extrem.

Körpersprache ist ein gigantisches Thema, das man nicht in einem kleinen Schritt in einem Artikel umfassend behandeln kann. Deswegen werde ich mich hier auf die drei wichtigsten Tipps für eine positive Ausstrahlung beschränken.

3 Tipps für eine offene, einladende Körpersprache

 

1. Das Lächeln

Der Klassiker schlechthin.

Wer lächelt, wirkt automatisch glücklicher und entspannter. Wenn du auf Leute zugehst ohne neue Menschen kennenlernst, solltest du das immer mit einem lockeren Lächeln auf den Lippen tun.

Ein leichtes Lächeln ist dafür meistens sogar hilfreicher, als ein breites Grinsen. Denn dadurch wirkst du schnell inauthentisch.

 

2. Eine offene Haltung

Öffne deine Körperhaltung für deine Umwelt. Richte dich auf, zieh deine Schultern zurück und lass deine Hände an der Seite herunterhängen.

Wenn du sitzt, platziere deine Arme nicht vor deinem Körper, sondern irgendwo anders, wo es angenehm ist. Mach dich ruhig breit, das vermittelt Lockerheit und Selbstsicherheit.

Achte vor allem darauf, deinen Körper nicht zusammenzuziehen und zu verschließen.

 

3. Direkter Blickkontakt

Anderen Menschen in die Augen zu gucken ist wichtig für deine Ausstrahlung.

Wer auf den Boden guckt, wirkt schüchtern und ängstlich. Dadurch werden andere Menschen dich automatisch als negativer erleben.

Deswegen guck anderen Menschen in die Augen. Und wenn das nicht geht, dann guck wenigstens nach oben in die Welt, statt auf den Fußboden.

 

Bonus-Übung 1: Ersetze Müssen durch Wollen

Tausch einfach mal diese zwei Wörter miteinander aus.

Statt zu sagen „Ich muss heute arbeiten“, sag ab jetzt „ich will heute arbeiten“. Schließlich ist das ja die Wahrheit.

Du musst gar nichts! Wenn du etwas tust, dann deswegen, weil du es willst. Auch wenn die Arbeit überhaupt keinen Spaß macht und der Grund, dass du es willst, nur ist, dass du Geld verdienen willst.

Mach dich durch deine Sprache nicht zu jemandem, der keine Wahl hat. Übernimm Verantwortung für das, was du tust.

 

Bonus-Übung 2: Eine Minute breit lächeln

Bring dich durch ein Lächeln in gute Stimmung.

Hier kannst du gerne so breit wie möglich grinsen. Zieh das eine Minute durch und du wirst dich plötzlich automatisch viel besser fühlen.

Dein Körper schüttet Serotonin und Endorphine aus, wenn du lächelst und bringt dich dadurch in eine bessere, positivere Stimmung.

Achte aber darauf, dass du es mindestens 30 Sekunden durchhältst, wenn du es ausprobierst. Sonst hat es noch gar keine Wirkung.

 

Fazit

Eine positive Ausstrahlung ist das Ergebnis eines positiven Inneren und der Fähigkeit, dieses Innere passend auszudrücken.

Ich war Jahre lang schüchtern und hatte Probleme mit Smalltalk. Ich habe mich schwergetan, positiv aufzutreten und habe sehr lange gebraucht, um meine Ausstrahlung zu verbessern.

Es war nicht immer einfach, aber es hat sich gelohnt.

Du wirst dich dadurch besser fühlen und es leichter im Umgang mit anderen Menschen haben.

Für diesen Weg wünsche ich dir viel Glück. Ich hoffe, der Artikel hat dir gefallen und du konntest viel Hilfreiches daraus mitnehmen.

Beste Grüße, Gustav.

 

 

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Bildquellen:
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Über Gustav Wohlleber

Gustav liebt es herumzureisen oder an Projekten zu arbeiten, bei denen er etwas lernt. In den letzten Jahren hat er unter anderem in der Schweiz, Deutschland und Australien im Verkauf gearbeitet und sich intensiv mit zwischenmenschlicher Kommunikation beschäftigt. Seit Oktober 2017 studiert er Kommunikationspsychologie und teilt seine Erfahrungen und Gedanken auf seinem Blog.

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