So geht's: auf die täglichen Sorgen verzichten - Soziale Freiheit

So geht’s: auf die täglichen Sorgen verzichten

Von am 15. März 2016
Sorgen © Peter Atkins | Fotolia.com

Woher kommen unsere Sorgen? Zitate, Redewendungen und „Weisheiten“ verbreiten sich wie ein Virus. Das geschieht völlig unabhängig davon, ob diese wahr sind oder nicht. Aber, weil wir sie normalerweise schon so oft gehört haben, glauben wir, dass sie einfach wahr sein müssen!
Aber sind diese tatsächlich wahr? Betrachten wir dazu eine Redewendung etwas genauer. Von meiner Mutter habe ich gelernt:

Hast du nichts, dann hast du Sorgen.
Hast du etwas, dann hast du auch Sorgen.

Warum sollten wir also überhaupt etwas in unserem gegenwärtigen Leben verändern? Ist es nicht besser, Sicherheit im bereits Bekannten zu finden? Wie sollen wir mit neu auftretenden Problemen umgehen, die möglicherweise dann auftreten, wenn wir etwas am Bestehenden ändern?

Dazu ein paar Beispiele:

  • Ich habe nur wenig Geld, und ich bin mir nicht sicher, ob ich mir das Essen für den ganzen restlichen Monat überhaupt leisten kann.
    Doch was wäre, wenn ich genug Geld hätte? Dann müsste ich ständig mit der Angst leben, dass es mir gestohlen wird. Möglicherweise werde ich bei einem Überfall verletzt und dann geht es mir noch schlechter als jetzt! Deshalb habe ich lieber weiterhin kein Geld.
  • Ich habe keinen Partner, und ich fühle mich deshalb sehr einsam.
    Ich wünschte, ich hätte jemanden an meiner Seite. Doch was würde passieren, wenn ich einen Partner hätte? Würden wir uns regelmäßig streiten? Würde er mich ausnutzen? Vielleicht ist die Freude, endlich jemanden an meiner Seite zu haben, den ganzen Ärger nicht wert? Da bleibe ich lieber alleine.

Solche und ähnliche Einstellungen verschaffen uns Sicherheit. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass wir das unterlassen, was notwendig wäre, um endlich glücklich zu werden. Oder wir beginnen zwar, etwas zu verändern, sabotieren uns aber später selbst, um das Glück nicht annehmen zu müssen. Denn hinter einer großartigen Chance verbirgt sich auch immer ein kleines Risiko. Und das können wir keinesfalls eingehen.

Da ist es schon besser, einfach alles so zu belassen, wie es jetzt ist. Denn, auch wenn wir nicht glücklich sind, so wissen wir wenigstens, was uns erwartet. Und das gibt uns ein Gefühl der Sicherheit.

Außerdem ist es bestimmt sehr anstrengend, etwas an bereits bestehenden Gewohnheiten zu verändern. Warum sollten wir es also tun, wenn doch ein (geringes) Risiko besteht, dass es nicht zum gewünschten Erfolg führt?

Oft ist es also nicht so, dass wir bestimmte Dinge nicht haben können. Vielmehr ist es so, dass wir uns selbst diese nicht erlauben!

 

Warum wir ständig Ausreden erfinden

Um vor uns selbst nicht als „Schwächling“ dazustehen, erfinden wir häufig Rechtfertigungen. Diese lassen uns das Erstrebte in einem nicht so schönen Licht dastehen:

  • In Wirklichkeit reicht mir das, was ich habe.
  • Er/Sie ist ohnehin nichts für mich. (noch vor dem Flirt)
  • Ich bin eigentlich ganz zufrieden mit dem, was ich habe.

Diese Begründungen klingen sehr logisch und bescheiden. Aber immer, wenn ich das Wort „eigentlich“ höre, kann ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Warum? Weil das Wort die Aussage, in der es benutzt wird, relativiert. Es schwächt die Aussage ab und kommt somit der Wahrheit deutlich näher. Dadurch können wir mit dem Wort „eigentlich“ die Lüge entlarven!

Verstehen Sie mich nicht falsch. Wir machen das weder bewusst, noch absichtlich. Ich habe das Wort „eigentlich“ früher selbst sehr oft verwendet. Erst viel später habe ich erkannt, dass ich jedes Mal, wenn ich dieses Wort benutzt habe, mich selbst belogen habe. Damals war ich mit meinem Leben eigentlich recht zufrieden…

 

Warum es nicht gut ist, bescheiden zu sein

Natürlich ist Bescheidenheit auch mit einem leichten Charme belegt. Aber eben nur mit einem ganz leichten. Daher sollten Sie sich Ihrer echten Wünsche und Ihrer Ausreden einmal genauer bewusst werden!

Das nächste Mal, wenn Sie etwas für nicht so erstrebenswert halten, denken Sie darüber etwas genauer nach:

  • Welche Vorteile hätte es für Sie?
  • Welche Risiken oder Nachteile befürchten Sie?
  • Wäre es nicht doch das Risiko wert?

Selbst, wenn Sie nur vermuten, dass es das Risiko wert sein könnte (und Sie dabei nicht Ihr Leben oder Ihre Gesundheit gefährden), sollten Sie dieses Risiko eingehen. Unabhängig davon, wie es letztendlich ausgeht, Sie werden sich großartig fühlen!

Warum? Sie haben etwas riskiert und dabei Ihre vermeintlichen Grenzen überschritten. Sie haben etwas gewagt, und Ihr Erfolgserlebnis über sich selbst wirkt stärker als das eigentliche Ergebnis!

 

Warum wir nach schlechten Nachrichten süchtig sind

Die Medien tun ihr übriges, damit Sie nicht ohne Angst und Sorgen leben können! Wann haben Sie beispielsweise zuletzt gute Nachrichten gehört?

Was können wir tun, um die Angst vor dem Terror zu lindern?Viele Menschen sehen, hören und lesen regelmäßig Nachrichten, weil sie davon überzeugt sind, ständig über alles informiert sein zu müssen. Doch deshalb müssen Sie nicht in den Informationen ertrinken!

Davon einmal abgesehen, sollten Sie eines bedenken: Um unser eigenes Überleben sicherzustellen, reagieren wir auf Gefahren um ein Vielfaches stärker, als auf Dinge, die uns Freude bereiten. Das ist der Hauptgrund, warum sich Katastrophenmeldungen so gut verkaufen. In Wahrheit gibt es auch sehr viele gute Dinge, über die täglich stundenlang berichtet werden könnte. Doch gute Nachrichten verkaufen sich eben nicht so gut.

Stellen Sie sich vor, was passieren würde, wenn Sie bereits am Morgen von all den Guten und schönen Dingen auf der Welt hören würden. Sie würden sich darüber freuen und ein völlig neues Bewusstsein entwickeln. Ein Bewusstsein, durch das Sie davon überzeugt sind, auch selbst glücklich sein zu dürfen und alles erreichen zu können. Und absolut niemand könnte Ihnen diese Überzeugung nehmen!

 

Warum wir unsere Denkweise ändern sollten

Unser Leben sieht exakt so aus, wie wir es in unseren Gedanken erschaffen: Geldnot, Armut, Krankheit, Streit, Terror und Krieg. Ganz gleich was! Jeder Mensch beeinflusst mit seinen Gedanken sein Leben und das der anderen. Ob Sie es glauben oder nicht…

Vom 7. Juni bis zum 30. Juli 1993 wurde in Washington DC eine Studie zur Verringerung der Kriminalität durchgeführt. Dazu versammelten sich bis zu 4000 Menschen zur Ausübung einer transzendentalen Meditation. Ebenso wurden die wöchentlichen Verbrechenszahlen ausgewertet, die auch in den Kriminalitätsreports des FBI einfließen. Die Auswertung berücksichtigte zahlreiche maßgebende Faktoren, wie beispielsweise Temperatur oder Wetter. Dabei stellte sich heraus, dass die Anzahl der Gewaltverbrechen im überprüften Zeitraum um bis zu 23.3 % sank! Zusätzlich zeigte sich, dass der Rückgang nicht auf zusätzliches Polizeipersonal zurückzuführen war.

Sie sehen, dass gleichgerichtete Gedanken großer Menschengruppen einen weitreichenden Einfluss haben können. Dennoch beeinflussen unsere Gedanken unser eigenes Leben am stärksten. Das gibt uns gleichzeitig Motivation und Kraft, bei uns selbst zu beginnen. Wie wäre es damit, statt mit Angst, Krankheit und Terror, die Gedanken auf Fülle, Gesundheit und Liebe auszurichten?

Ich gebe zu: In einer Notsituation ist es nicht so einfach. Wenn wir allerdings unser Gehirn regelmäßig mit solchen Gedanken füttern, dann werden diese auch früher oder später zu unserer Wirklichkeit werden. Denken Sie daran, wenn Sie sich wieder einmal darüber aufregen möchten, wie schlecht die Welt ist und wie sehr Sie deshalb leiden müssen. Solche Gedanken machen Sie zum Opfer einer Situation, an der Sie nichts ändern können.

Sorgen
Ganz ehrlich: Sich trotzdem auf das Positive zu konzentrieren, fühlt sich anfangs oft schwachsinnig an. Doch nach einigen Wiederholungen, über mehrere Tage hinweg, wird es immer glaubwürdiger. Wie wäre es damit, sich vorzustellen, genug Geld zu haben, körperlich fit und gesund zu sein und mit dem Traumpartner einen schönen langen Urlaub an einem wunderbaren Ort zu verbringen?

 

Warum dieses Wissen mein Leben verändert hat

Welche Konsequenz des Ganzen gab es für mein Leben? Ich habe komplett damit aufgehört, mir Nachrichten im Fernsehen anzusehen, im Radio anzuhören und in der Zeitung zu lesen. Jetzt könnten Sie einwenden, dass ich dadurch ja nie über die aktuellen Themen informiert bin. Das mag teilweise stimmen. Aber glauben Sie mir eines: Was tatsächlich wichtig ist, das erfahre ich in jedem Fall – egal, ob durch meine Freunde, Nachbarn oder andere Menschen!

 

Warum dieses Wissen Ihr Leben von Sorgen befreien kann

Es ist Ihre eigene Entscheidung, die Ihnen niemand abnehmen kann. Ich habe Ihnen nur die Möglichkeiten und die sich daraus ergebenden Chancen aufgezeigt. Die Wahl überlasse ich Ihnen:

Entweder Sie leben weiterhin mit Ihren Sorgen, Ängsten und (Selbst)zweifeln – oder Sie entscheiden sich dafür, etwas daran zu ändern. Wie das möglich ist, haben Sie gerade gelesen!

 

Klarstellung

Das bedeutet nicht, aktuelle Problemsituationen einfach zu ignorieren. Aber es bedeutet, diese nicht als aussichtslos zu betrachten. Indem wir unsere Gedanken auf die Ziele ausrichten, die wir erreichen möchten, schärfen wir unsere Wahrnehmung für die Mittel, mit denen wir die Ziele auch tatsächlich erreichen können.

 

Selbstvertrauen stärken

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Bildquellen:
© Peter Atkins | Fotolia.com
© Pixabay
Cartoon: unbekannt

Über Rudolf Lechleitner

Rudolf Lechleitner hat sich den Themen „Selbstvertrauen“ und „Erfolg“ verschrieben. Jahrzehntelang selbst von starker Schüchternheit und sozialen Ängsten geplagt, hilft er heute anderen Menschen diese Herausforderung zu meistern. Zusätzlich hilft er ihnen, die dabei neu erworbenen Fähigkeiten zu nutzen um das eigene Leben weiter zu verbessern. Er ist ein Beispiel dafür, dass der Begriff „Persönlichkeitsentwicklung“ nicht nur ein leeres Wort ist. Früher schüchtern und zurückgezogen ist er heute regelmäßig auf Veranstaltungen, in Medien und TV präsent.

Ein Kommentar

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